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Igel

 

Der possierliche Kerl ist rar geworden. Der rapide zunehmende Autoverkehr forderte selbst in unserer Wohngegend Jahr für Jahr ein Opfer.

Endlich im Jahre 2005 schien wieder ein Igel sozusagen heimisch geworden zu sein. Jedenfalls fanden wir des Morgens öfter Kot von einem Igel in unserem Garten. Wir hofften, dass er so clever ist und die Straße meidet. Und tatsächlich, 2006, im Sommer, gelang nachts diese Aufnahme. Er wollte sich einfach nicht von vorn präsentieren, und wir wollten ihn nicht weiter stören...

 

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Anfang Juli 2009 hatten am Tage zwei Igel ein Stelldichein in unserem Verschlag für Gartengeräte. Es gelangen mehrere Fotos.

Zum Video >hier<

 

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Wie zu sehen ist, gaben wir den beiden einige Leckerli zur Begrüßung, aber nur der Größere von ihnen interessierte sich, und zwar nur für die Bananen-Scheiben.

 

 

 

 

Wann brauchen Igel Unterstützung?

 

Zunächst: Igel sind geschützte Wild­tiere und dürfen nicht in Ge­fangenschaft gehalten wer­den, ausgenommen sind hilfsbedürftige Tiere bis sie wieder allein überlebensfä­hig sind.

Die Paarungszeit der nachtaktiven Säu­getiere dauert von April bis Septem­ber, daher gibt es auch noch im Herbst sehr späte Würfe, die ohne Hilfe nur schlechte Überlebenschancen haben. Solche Tiere brauchen in der Regel etwa sechs Wo­chen, bis sie allein klar­kommen.

Ab Oktober, wenn die Tempera­turen zurückgehen, fallen Igel bis März oder April in den Winterschlaf. Ihre Kör­pertemperatur sinkt dann von 35 bis auf unter fünf Grad. Wenn sie sich nicht genügend Fettreserven angefressen haben, sind sie in Gefahr.

 

Hilfe benötigen verletzte und kranke Igel sowie Jun­gigel, die bis November noch nicht das nötige Gewicht von 600 Gramm zum Überwintern erreicht haben. Einen geschwächten oder kranken Igel erkennt man daran, dass er am helllichten Tage unbeholfen herumläuft, apathisch wirkt, röchelt oder mager und eingefallen ist. Auch Tie­re, die bei geschlossener Schneedecke oder sehr früh im Frühjahr unterwegs sind, brauchen Hilfe.

Man sollte die Tiere in einem ho­hen Karton zur nächsten Igelstation oder zum Tierarzt bringen, denn alle Igel haben Parasiten, die behandelt werden müs­sen. Der Verein Igelhilfe e.V., Telefon: 030/411 01 17, gibt Auskunft, wo sich in der Nä­he eine solche Station befin­det. Gegen Unterkühlung der Igel hilft eine 35 Grad warme Wärmflasche, die man dem Tier in den Karton legt.

Entdeckt man Jungtiere, sollte man erst einige Zeit beob­achten, bevor man sich darum kümmert, denn vielleicht kommt das Mut­tertier zum Igelnest zurück. Kranke Igel und Jungtiere in Not darf man füttern. Ausgewachse­ne Tiere fressen gern feuchtes Katzen­futter, gekochtes Eigelb, Mehlwürmer oder spezielles Igelfutter. Wichtig: Das Tier trinkt Wasser. Auf gar keinen Fall Milch geben, denn die bekommt den Igeln nicht.


 

 

 

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