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Teichfrosch füttern

 

Schon immer haben wir hin und wieder versucht, unsere Teichfrösche zu füttern. Zum Beispiel, indem wir ihnen einen Regenwurm vor die Nase legten. Meist freilich hüpfte der Frosch weg, und der Regenwurm verschwand hurtig. Oder wir warfen eine getötete Fliege hin. Da sich das Opfer nicht mehr bewegte, bewegte sich auch der Frosch nicht. Das führte dazu, dass wir immer wieder neu überlegten, wie man eine Teichfrosch-Fütterung zuwege bringen könnte. Neulich endlich hatten wir eine herrliche Idee. Und da sie uns außerordentlich gefällt, zumal sie sehr erfolgreich ist, stellen wir sie hier vor.

 

Der Einfall entstand, als wir mal gerade unsere Fische mit getrockneten Mehlwürmern gefüttert hatten, ein Teichfrosch aber abseits hockte und natürlich nichts abbekam, weil er von der Natur nicht dafür programmiert ist, sich auf leblos im Wasser schwimmende Würmer zu stürzen. Da wir einen dünnen Bambusstab zur Hand hatten, mit dem wir auf Seerosenblätter gespülte Mehlwürmer zurück ins Wasser befördern, kam der Gedanke auf, diesen Stab an einem Ende zu spalten, darin einen Mehlwurm festzuklemmen und so dem Frosch aus gebotener Entfernung anzubieten. Das ging nicht ganz schief. Der Frosch interessierte sich für den Wurm, vor allem, wenn der sich durch Drehen des Stabes bewegte. Aber wenn der Frosch dann endlich sprang, griff er meist nach dem Stabende und der Wurm landete nicht in seinem Maul, sondern im Wasser. Guter Rat teuer. Irgendwas mit Mehlwürmern…

 

Das Problem war, eine Methode zu finden, die es einem Teichfrosch erlaubt, einen Mehlwurm relativ sicher zu schnappen. Hier unsere Idee:

 

Das nötige Prozedere ist etwas aufwändig und erfordert Geduld, aber es macht Spaß und ist nützlich – vor allem in Zeiten, in denen fliegende Insekten imme rarer werden. Schon bei der Auswahl der Mehlwürmer gilt es zu beachten, dass der Wurm gekrümmt ist; denn er soll auf eine Angelschnur aufgefädelt werden und dort auch erst einmal bleiben. Das ist nun wirklich der Pfiff! Es braucht eine Angelschnur! Und die wird an einem Ende des Bambusstabes festgeklemmt.

 

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Auf das freie Ende der Schnur wird der Mehlwurm geschoben. Aber das geht nicht so einfach. Zunächst hatten wir gedacht, den Wurm aufzuspießen. Aber der trockene Wurm ist so hart, dass da ein Schnurende nicht so ohne weiteres hindurch zu stecken geht. Doch es gelingt, wenn man den Wurm entsprechend präpariert.

 

Zunächst hier ein Foto mit zwei Mehlwürmern:

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Zu empfehlen ist der untere, der gekrümmte Wurm, weil er besser festhängt und später beim Servieren lebendiger erscheint. Von solch einem Wurm werden Kopf und Ende entfernt, damit man mit der Angelschnur hinein und hindurch kommt.

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So sieht das dann aus:

 

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Nun kann es losgehen! Wenn man dem Frosch den Mehlwurm vor die Nase hält, sollte es möglichst so geschehen, dass dieser bequem springen kann, also eine Position gerade vor ihm und leicht in die Höhe sowie zwanzig bis dreißig Zentimenter entfernt. Diese Distanz beherrscht er am besten. Sobald der Frosch den Wurm geschnappt hat, zieht man den Draht zurück, was den Effekt hat, dass der Frosch zur Überzeugung gelangt, soeben etwas Lebendiges erbeutet zu haben.

 

Hier zwei Beispiele:

 

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Wenn der Frosch nicht springt, hilft kein Zureden. Er hat halt seinen eigenen Kopf. Umso größer ist die Freude, wenn er sich denn doch entschließt. So kann man der Reihe nach alle Frösche bedienen, die sich am und im Teich aufhalten.

>Hier< zu einem Video. Der Frosch ist zunächst nicht im Bild, dann aber rechts oben zu sehen. Es dauert ein paar Sekunden, bis er sich entschließt.

Weitere Videos >hier< und >hier<.

 

 

 

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